Nur für Angehörige Kostenlos & anonym Dienstag · 18:00 Uhr · Düsseldorf

Sie können ihn nicht retten.
Aber Sie können sich retten.

Kostenlose Selbsthilfe für Partner, Eltern und Kinder von Suchtkranken.

Co-Abhängigkeit verstehen, Grenzen setzen lernen, wieder atmen können – ohne Anmeldung, ohne Krankenkasse, ohne dass es jemand erfährt.

Was ist Co-Abhängigkeit?

Kommt Ihnen das bekannt vor?

  • Ihre Gedanken kreisen rund um die Uhr um einen anderen Menschen: Trinkt er gerade? Kommt er nach Hause? Ist er in Sicherheit?
  • Sie haben schon alles versucht: Überreden, Flehen, Drohen, Verstecken, Kontrollieren – und nichts hat geholfen.
  • Sie lügen für ihn – vor der Familie, den Nachbarn, seinem Arbeitgeber – und schämen sich jedes Mal ein bisschen mehr.
  • Ihr Schlaf, Ihre Gesundheit, Ihre Freundschaften bleiben dabei auf der Strecke.
  • Sie fühlen sich schuldig, wenn Sie einmal an sich selbst denken.

Sie sind kein schlechter Mensch. Sie sind in einer Falle – und die hat einen Namen: Co-Abhängigkeit. Die gute Nachricht: Aus dieser Falle gibt es einen Ausweg. Und Sie müssen ihn nicht allein finden.

Co-Abhängigkeit verstehen: die drei „N“

Co-Abhängigkeit ist das, was passiert, wenn Ihr ganzes Leben sich um die Sucht eines anderen Menschen dreht – Ihre Stimmung, Ihr Schlaf, Ihre Pläne, Ihr Selbstwert. Sie ist keine Charakterschwäche, sondern ein erlerntes Muster. Und was erlernt ist, kann man auch wieder verlernen. Der erste Schritt sind drei Sätze:

„Nicht ich habe die Sucht verursacht.“

Nicht durch zu viel Liebe, nicht durch zu wenig Strenge, nicht durch Ihre Fehler. Diese Krankheit haben Sie nicht gemacht – egal, wie oft Ihnen das Gegenteil gesagt wird.

„Nicht ich kann sie kontrollieren.“

Kein Verstecken, kein Zählen, kein Ultimatum der Welt hat je einen Menschen dauerhaft clean gemacht. Kontrolle erschöpft am Ende nur eine Person: Sie.

„Nicht ich kann sie heilen.“

Heilung kann nur von dem Menschen selbst kommen. Was Sie können: wieder für sich selbst sorgen. Und genau das verändert oft mehr als jeder Kontrollversuch.

Diese drei Sätze klingen zuerst hart. In Wahrheit sind sie die größte Erleichterung der Welt: Sie dürfen aufhören, für die Krankheit eines anderen verantwortlich zu sein – und dürfen endlich wieder für Ihr eigenes Leben verantwortlich werden.

Der Weg für Angehörige – in vier Schritten

Sie müssen nicht alles auf einmal schaffen. Diese vier Seiten führen Sie Schritt für Schritt: vom Verstehen über akute Situationen bis zu echter Entlastung.

1

Verstehen, was mit Ihnen passiert

Co-Abhängigkeit einfach erklärt: die acht Anzeichen, die drei „N“ – und warum nichts davon Ihre Schuld ist.

2

Erste Hilfe in akuten Momenten

Notfall richtig erkennen (112), Verhalten bei Rausch und Aggression, Kinderschutz – und die Nummern, die rund um die Uhr helfen.

3

Grenzen setzen ohne Schuldgefühl

Helfen statt Ermöglichen: drei Schritte zu echten Grenzen und Beispielsätze, die im Alltag funktionieren.

4

Gruppe finden – nicht mehr allein

Jeden Dienstag, 18:00 Uhr in Düsseldorf: unsere Gruppe nur für Angehörige. Kostenlos, anonym, ohne Anmeldung.

Warum eine Gruppe nur für Angehörige?

In gemischten Runden geht es um die Süchtigen. Ihre Wut, Ihre Scham, Ihre Erschöpfung bleiben dabei oft unsichtbar – als wären Sie nur das Anhängsel seiner Krankheit. Dabei ist Co-Abhängigkeit eine eigene Erkrankung: Schlafstörungen, ständige Anspannung, das Gefühl, verrückt zu werden.

Hier lernen Sie etwas, das sich zuerst falsch anfühlt: sich abzugrenzen, ohne ihn aufzugeben. Nein zu sagen, ohne die Welt zusammenbrechen zu sehen. Und zu erleben, dass Sie nicht die Einzige sind, die das durchmacht.

„Ich habe jahrelang versucht, ihn zu retten. Hier habe ich gelernt, mich zu retten.“

– Teilnehmerin der Gruppe, anonym

Die Gruppe „Co-Abhängigkeit“ auf einen Blick

Wann Jeden Dienstag, 18:00 – ca. 19:30 Uhr
Wo Himmelgeister Str. 107, 40225 Düsseldorf
Kosten Kostenlos – keine Krankenkasse nötig
Anmeldung Nicht nötig – einfach kommen oder Platz buchen

Fragen, die uns Angehörige stellen

Muss der suchtkranke Mensch in meinem Leben selbst in Behandlung sein?
Nein. Ob er sich helfen lässt, ändert nichts an Ihrem Recht auf Hilfe. Viele kommen zu uns, während der Partner, das Kind oder der Elternteil weiter konsumiert. Genau dafür ist die Gruppe da.
Ich bin nicht sicher, ob ich „co-abhängig“ bin. Kann ich trotzdem kommen?
Ja. Diese Frage stellt sich fast jeder am Anfang. Wenn die Sucht eines anderen Menschen Ihr Leben bestimmt, sind Sie richtig hier – egal, welches Wort man dafür verwendet.
Wird mir hier geraten, ihn zu verlassen?
Nein. Wir geben keine Lebensanweisungen. Wir helfen Ihnen, wieder klar zu sehen – was Sie dann mit dieser Klarheit tun, bleibt allein Ihre Entscheidung.
Was, wenn er erfährt, dass ich zur Gruppe gehe?
Niemand erfährt es. Keine Listen, keine Krankenkasse, keine Nachweise, keine Klarnamen. Alles, was im Raum gesagt wird, bleibt im Raum. Das gilt für uns ausnahmslos.
Es geht um mein Kind / meine Eltern – nicht um einen Partner. Kann ich kommen?
Ja. Die Gruppe ist für alle Angehörigen: Partner, Eltern, Kinder, Geschwister und enge Freunde. Co-Abhängigkeit entsteht in jeder engen Beziehung – nicht nur in der Ehe.

Dienstag, 18:00 Uhr. Diesmal geht es um Sie.

Kommen Sie einfach vorbei – Himmelgeister Str. 107, Düsseldorf. Oder buchen Sie vorab Ihren Platz, dann erwarten wir Sie. Anonym, kostenlos, ohne Verpflichtung.

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