Jetzt helfen Steuerlich absetzbar Zweckgebunden

Laufen in Nüchternheit – wenn der Läuferhigh das Rauschgefühl ersetzt

Laufgruppen für Genesende: Struktur statt Chaos, Endorphine statt Substanz, gemeinsame Ziele statt Einsamkeit. Bewegung als Anker – vom ersten Schritt bis zum ersten Volkslauf.

Laufen in Nüchternheit – Laufgruppe für Genesende beim gemeinsamen Morgenlauf
Therapie & Alltag Düsseldorf & Hilden Konzeptphase

Die Biologie der Sucht – und ihrer Heilung

Sucht entsteht durch eine Dysregulation des Belohnungssystems im Gehirn. Drogen und Alkohol setzen massive Dopaminausschüttungen frei – der Körper reduziert daraufhin die natürliche Produktion. Das Ergebnis: Ohne Substanz keine Freude, keine Motivation, kein Lebenswille.

Ausdauersport aktiviert genau dieses System auf gesunde Weise: Der sogenannte „Runner's High“ basiert auf Endorphinen, Endocannabinoiden und Dopamin – exakt den Botenstoffen, die bei Sucht aus dem Gleichgewicht geraten sind.

Was „Laufen in Nüchternheit“ bieten soll

Morgen-Laufgruppen

Regelmäßige Runden am Morgen: Struktur statt Chaos, Disziplin statt Willkür – der feste Punkt im Tag.

Gemeinsame Ziele

Vom ersten Kilometer bis zum gemeinsamen Volkslauf in der Region: Ziele, die man zusammen erreicht.

Buddy-Prinzip

Neue bekommen einen erfahrenen Laufpartner an die Seite – Genesung geht leichter zu zweit.

Fortschritt sichtbar machen

Geplant: Pulsuhren und ein gemeinsames Logbuch – damit man sieht, was man selbst kaum spürt.

Warum Laufen? Warum nicht Fitnessstudio?

  • Draußen statt drinnen: Natur, Tageslicht, frische Luft – wichtig bei depressiven Begleiterscheinungen
  • Gruppendynamik: Man läuft nicht allein, man läuft zusammen – soziale Bindung ohne Alkohol
  • Meditation in Bewegung: Der gleichförmige Schritt beruhigt das Nervensystem und nimmt den Schärfe aus dem Suchtdruck
  • Erreichbare Ziele: Von 1 km bis zum Volkslauf – jeder Schritt ist ein Erfolgserlebnis
  • Fast kostenlos: Kein teures Equipment, keine Mitgliedschaft – Laufschuhe genügen

Die Wissenschaft hinter dem Konzept

Studien deuten darauf hin, dass regelmäßige Bewegung das Rückfallrisiko senken und die Stimmung stabilisieren kann – ohne die Nebenwirkungen von Medikamenten. Besonders wirksam ist dabei die Kombination aus körperlicher Aktivität und sozialer Unterstützung.

Genau hier setzt „Laufen in Nüchternheit“ an: Die Laufgruppe wird zur Ersatzfamilie, das gemeinsame Ziel zum Lebensziel. Konkrete Ergebnisse aus unserer eigenen Arbeit werden wir erst veröffentlichen, wenn wir sie sauber gemessen haben.

Für wen ist das Programm gedacht?

  • Menschen in der frühen Abstinenz, die einen täglichen Fixpunkt brauchen
  • Langzeitabhängige mit wiederholten Rückfällen – „Ich habe alles probiert, außer Sport“
  • Menschen mit depressiven Begleiterscheinungen – bei Sucht besonders häufig
  • Ehemalige Sportlerinnen und Sportler, die ihre Disziplin neu kanalisieren wollen
  • Ältere Genesende (50+), für die harte Workouts nicht mehr infrage kommen

Wofür Ihre Spende verwendet wird

Vier Bausteine – der konkrete Kostenrahmen steht in unserem Förderkonzept 2026–2030:

Lauf-Coaches

Trainierte Begleitung der Gruppen – damit aus gutem Willen ein verlässliches Angebot wird.

Sportmedizin

Gesundheitschecks und Verletzungsprävention – Sicherheit zuerst, besonders am Anfang.

Equipment

Schuhpool für Bedürftige, Trikots, Pulsuhren – damit niemand am Geld scheitert.

Gemeinsame Läufe

Anmeldungen zu Volksläufen und ein Abschlussfest – Ziele, die man feiern kann.

Nachhaltigkeit & Ausblick

Nach der Startfinanzierung soll das Projekt durch Sponsoring lokaler Unternehmen (Sportläden, Gesundheitszentren) und freiwillige Beiträge tragfähig werden.

Die Vision: Laufgruppen in weiteren Städten – eine Bewegung, die zeigt: Genesung ist nicht nur möglich, sie kann sogar Spaß machen.

Der ehrliche Stand: Die Laufgruppen starten, sobald Coaches und Equipment stehen. Was heute schon läuft: unsere Selbsthilfegruppen in Düsseldorf und Hilden und der kostenlose Bücherversand. Geprüft berichten wir ab März 2027.

Häufige Fragen

Ich bin unsportlich – kann ich trotzdem mitmachen?

Ja, ausdrücklich. Geplant ist, mit Gehen und lockerem Intervalltraining zu starten. Tempo und Strecke wachsen mit Ihnen – niemand wird überfordert, niemand zurückgelassen.

Was ist, wenn ich einen Rückfall habe?

Sie werden nicht ausgeschlossen – im Gegenteil: Wir intensivieren die Begleitung. Jeder Rückfall ist eine Information, kein Grund zur Scham.

Muss ich jeden Tag kommen?

Nein. Regelmäßigkeit hilft, aber jede Runde zählt. Sie kommen, wie es Ihr Alltag erlaubt – die Gruppe freut sich jedes Mal.

Ist meine Spende steuerlich absetzbar?

Ja. Wir sind als gemeinnützig anerkannt. Bis 300 Euro genügt dem Finanzamt in der Regel Ihr Kontoauszug; für höhere Beträge erhalten Sie nach Geldeingang eine Zuwendungsbestätigung nach amtlichem Muster.

Der erste Schritt aus der Sucht ist ein Schritt. Der zweite auch.

Helfen Sie, die Laufgruppen zu starten – damit aus Rauschvergiftung Bewegung wird und aus Einsamkeit ein Team.