Doppelsucht
Wenn eins nicht mehr reicht – und beides zu viel ist.
Anonyme Selbsthilfegruppe für Menschen mit Alkohol- UND Drogenabhängigkeit – jeden Donnerstag um 20:00 Uhr in Düsseldorf. Kostenlos. Ohne Anmeldung.
Diese Gruppe ist für Sie, wenn …
- … Sie trinken, um runterzukommen – und nehmen, um wieder hochzukommen.
- … Sie eine Substanz losgeworden sind und dabei bei der anderen hängen geblieben sind.
- … Alkohol und Drogen bei Ihnen zusammengehören – das eine geht ohne das andere nicht mehr.
- … Sie sich schämen, „gleich doppelt abhängig“ zu sein, und sich in normalen Gruppen nicht verstanden fühlen.
- … Ihre nüchternen Phasen immer am zweiten Stoff zerbrechen.
Sie müssen von nichts „weg“ sein, um zu kommen. Nicht vom Alkohol, nicht von den Drogen, nicht von beidem. Sie müssen nur den Verdacht haben, dass es so nicht weitergeht. Das reicht.
So läuft ein Treffen ab – Schritt für Schritt
Die meisten Menschen haben vor ihrem ersten Besuch Angst. Das ist normal. Damit Sie genau wissen, was passiert, hier der ganze Ablauf:
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Ankommen – ab 19:45 Uhr
Die Tür ist offen, es gibt Tee und Wasser. Niemand fragt, ob und was Sie heute genommen haben. Sie setzen sich einfach dazu.
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Kurze Begrüßung
Alle sagen nur ihren Vornamen. Niemand muss erklären, was er nimmt oder trinkt. „Ich höre erstmal nur zu“ reicht völlig.
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Offene Runde – ca. 60–75 Minuten
Wir sprechen über beide Seiten der Sucht: den Suff, den Stoff und den Moment, in dem eins das andere ablöst. Sie sprechen nur, wenn Sie wollen.
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Ende – und wenn Sie möchten: Kontakte
Nach der Gruppe können Sie Nummern austauschen oder Fragen stellen. Alles freiwillig, nichts ein Muss.
Das Wichtigste auf einen Blick
Warum es eine eigene Gruppe für Doppelsucht braucht
In einer Alkoholgruppe hören Sie: „Hauptsache, du trinkst nicht.“ In einer Drogengruppe: „Hauptsache, du nimmst nichts.“ Und niemand merkt, dass Sie das eine durch das andere ersetzen. Diese Falle hat einen Namen – Suchtverlagerung – und sie ist der häufigste Grund, warum Abstinenz bei Doppelsucht scheitert.
Hier sitzen Menschen, die beide Seiten kennen. Die wissen, wie es ist, den Entzug vom Alkohol geschafft zu haben und trotzdem jeden Abend zuzugreifen. Die verstehen, warum „nur noch am Wochenende“ nicht funktioniert, wenn der Körper zwei Substanzen gewohnt ist. Ohne erhobenen Zeigefinger, ohne Fachchinesisch – nur Erfahrung.
„Ich dachte, ich hätte die Drogen im Griff. Es hatte nur der Alkohol pausiert.“
– Teilnehmer der Gruppe, anonymFragen, die uns vor dem ersten Besuch erreichen
Muss ich von beiden Substanzen weg sein, um zu kommen?
Ich habe nur mit einer der beiden Substanzen ein Problem – passt die Gruppe trotzdem?
Was unterscheidet diese Gruppe von einer normalen Suchtgruppe?
Donnerstag, 20:00 Uhr. Gegen zwei Feuer kämpft niemand allein.
Kommen Sie einfach vorbei – oder buchen Sie vorab Ihren Platz, dann warten wir auf Sie und zeigen Ihnen alles. Anonym und unverbindlich.