Warum eine Suchthilfe-App?
Der Weg in die Abstinenz ist oft einsam – besonders in den ersten Monaten, wenn das Rückfallrisiko am höchsten ist. Viele scheuen den Weg in eine Selbsthilfegruppe. Und fast alle kennen die schwersten Momente: nachts, am Wochenende, genau dann, wenn Beratungsstellen geschlossen sind.
Der „Nüchterner Kompass“ soll diese Lücke schließen: eine digitale Brücke zwischen persönlicher Hilfe und Technik – anonym, ohne Wartezeit, ohne Anmeldepflicht mit echtem Namen.
Was „Nüchterner Kompass“ leisten soll
SOS-Taste
Geplant: Ein Klick verbindet mit einem erfahrenen Mentor – für die Momente, in denen es brennt. Kein Ersatz für den Notruf.
Abstinenz-Tracker
Geplant: Fortschritt sichtbar machen – Meilensteine, die motivieren, wenn die eigene Kraft nachlässt.
Direkter Draht
Geplant: anonymer Chat mit Genesenden, die den Weg kennen. Heute schon möglich – über WhatsApp und Telegram.
Hilfe vor Ort
Geplant: automatisch die nächste Selbsthilfegruppe oder Beratungsstelle finden – damit aus digital real wird.
Für wen ist die App gedacht?
- Menschen in der Frühphase der Abstinenz – die ersten Wochen sind die kritischsten
- Betroffene in ländlichen Regionen ohne Gruppe um die Ecke
- Berufstätige, die anonym Hilfe suchen, ohne Arbeitszeit zu verlieren
- Menschen mit Migrationshintergrund – geplant auf Deutsch und Russisch
- Angehörige, die Unterstützung für ihre Liebsten organisieren möchten
Technik & Datenschutz
Die App soll für iOS und Android entstehen – entwickelt mit ehrenamtlichen Entwicklerinnen und Entwicklern aus unserem Netzwerk, um die Kosten so niedrig wie möglich zu halten.
Datenschutz von Anfang an: so wenig Daten wie möglich, Server unter eigener Kontrolle, keine Weitergabe an Dritte. Wer anonym bleiben will, bleibt anonym – das ist bei Suchthilfe keine Option, sondern Pflicht.
Wofür Ihre Spende verwendet wird
Vier Bausteine – der konkrete Kostenrahmen steht in unserem Förderkonzept 2026–2030:
App-Entwicklung
iOS und Android, barrierearm und einfach zu bedienen – auch im Krisenmoment.
Server & Datensicherheit
Eigene Infrastruktur statt Datenhandel – DSGVO-konform von der ersten Zeile Code an.
Mentor-Ausbildung
Schulung der Genesenden, die anderen antworten – damit aus gutem Willen gute Hilfe wird.
Sprachen & Barrierefreiheit
Deutsch und Russisch von Beginn an – Sucht macht an keiner Sprache halt.
Nachhaltigkeit & Ausblick
Die App soll dauerhaft kostenlos und werbefrei bleiben – getragen von Spenden und Zuschüssen. Niemand soll an einer Paywall scheitern, wenn es um Genesung geht.
Die Vision: Eine digitale Brücke, die niemanden ersetzt – sondern verbindet: Mensch und Gruppe, Krisenmoment und Antwort, App und echtes Leben.
Der ehrliche Stand: Die App ist ein Konzept in Entwicklung, kein fertiges Produkt. Was heute schon funktioniert: unser anonymer Chat über WhatsApp und Telegram und die Selbsthilfegruppen in Düsseldorf und Hilden. Geprüft berichten wir ab März 2027.
Häufige Fragen
Wann ist die App fertig?
Das hängt ehrlich von der Finanzierung ab. Wir versprechen keine Termine, die wir nicht halten können – und berichten, sobald es eine testbare Version gibt.
Ersetzt die App den Notruf?
Nein. Bei akuter Gefahr gilt weiterhin: Notruf 112, Telefonseelsorge 0800 111 0 111. Die App ist Begleitung im Alltag – keine Notfallmedizin.
Was wird die App kosten?
Nichts. Sie soll dauerhaft kostenlos und werbefrei bleiben – finanziert durch Spenden und Zuschüsse.
Sind meine Daten sicher?
Datenschutz ist von Anfang an Teil des Konzepts: so wenig Daten wie möglich, Server unter eigener Kontrolle, keine Weitergabe an Dritte, anonyme Nutzung wo immer möglich.
Ist meine Spende steuerlich absetzbar?
Ja. Wir sind als gemeinnützig anerkannt. Bis 300 Euro genügt dem Finanzamt in der Regel Ihr Kontoauszug; für höhere Beträge erhalten Sie nach Geldeingang eine Zuwendungsbestätigung nach amtlichem Muster.