Modellprojekt in Entwicklung Schule & Prävention mobiler Lernort

PRÄVENTION 2.0 · BRÜCKEN LAB MOBIL

Sucht verstehen.
Entscheidungen stärken.

Zwei mobile Lernmodule. Ein interaktives Präventionslabor. Direkt auf dem Schulhof.

Wir wollen Jugendlichen nicht länger nur sagen, was sie nicht tun sollen. Wir wollen einen Lernort entwickeln, an dem sie selbst experimentieren, recherchieren, diskutieren und verstehen, wie Körper, Gruppe, Medien und Entscheidungen zusammenwirken.

Visualisierung von zwei gekoppelten BRÜCKEN-Lerntrucks auf einem deutschen Schulhof
Geplante Visualisierung. Fahrzeugdesign, Maße und technische Ausführung werden erst nach Machbarkeits-, Genehmigungs- und Sicherheitsprüfung festgelegt.

Nicht der Truck ist die Intervention. Der Truck macht eine evidenzbasierte Intervention erlebbar.

Direkt an der Schule

Der Lernort kommt zur Lebenswelt der Jugendlichen. Schulen brauchen keinen eigenen Laborraum.

Ein ganzer Klassenverband

Planungsziel ist die Arbeit mit regulären Klassen- bzw. Lerngruppen. Die endgültige Kapazität richtet sich nach Raum-, Brandschutz- und Fluchtwegkonzept.

Wissenschaft + Erlebnis

Naturwissenschaft, Sozialpsychologie, Medienkompetenz und Entscheidungstraining werden in einer gemeinsamen Lernarchitektur verbunden.

Die Idee

INSIDE ME · AROUND ME · I DECIDE

Die physische Architektur soll die pädagogische Logik sichtbar machen: erst verstehen Jugendliche, was in Körper und Gehirn passiert. Dann untersuchen sie, wie Gruppe, Werbung, Feeds und soziale Normen Entscheidungen beeinflussen. Im gemeinsamen Forum werden beide Perspektiven zusammengeführt.

INSIDE ME

Gehirn · Körper · Belohnung · Lernen · Risiko

AROUND ME

Freunde · Normen · Werbung · Social Media · Quellen

I DECIDE

Entscheidung · Selbstwirksamkeit · Hilfewege · Transfer

Zwei Fahrzeuge · ein Lernraum

Vom Transportmodus zum gemeinsamen Forum

Geplant sind zwei koppelbare, ausfahrbare Sattelauflieger. Im Straßenbetrieb bleiben sie geschlossene Transportmodule. Am Standort werden sie nach einem technisch geprüften Konzept erweitert und über einen geschützten Docking-Bereich verbunden. Zwischen beiden Lernwelten entsteht das FORUM: ein kleiner Science-Theatre-Raum für Einstieg, gemeinsame Szenarien, Diskussion und Abschluss.

Wichtig: Die Darstellung ist eine Zielarchitektur, keine fertige Fahrzeugplanung. Statik, zulässige Maße und Gewichte, Brandschutz, Fluchtwege, Barrierefreiheit, Stromversorgung, Genehmigungen und Prüfpflichten müssen vor Beschaffung mit Fahrzeugbau, Prüfstellen und zuständigen Behörden geklärt werden.

Konzeptvisualisierung des geöffneten Docking-Forums zwischen zwei mobilen Lernmodulen
Das Forum ist als didaktische Mitte gedacht: kein Klassenzimmer mit Tischreihen, sondern ein gemeinsamer Reflexionsraum.

Die Lernstationen

Nicht zuhören. Untersuchen.

Jede Station soll eine Frage auslösen, eine eigene Handlung verlangen und anschließend in ein Gespräch führen. Keine Schockbilder, keine Demonstration realer Drogen und keine Anleitung zum Konsum.

🧠
BRAIN LAB

Warum will ich „noch einmal“?

Belohnung, Erwartung, Gewohnheit, Lernen und Impulskontrolle werden über sichere interaktive Modelle erfahrbar.

🧪
BODY LAB

Warum verändert Dosis den Risiko­rahmen?

Modelle zu Aufnahme, Verteilung, Zeit und Abbau – wissenschaftlich vereinfacht, aber fachlich geprüft.

👥
SOCIAL LAB

Machen das wirklich „alle“?

Anonyme Schätzungen werden mit belastbaren Bevölkerungsdaten verglichen. So werden verzerrte soziale Normen sichtbar.

📱
MYTH LAB

Quelle oder Behauptung?

Jugendliche prüfen Aussagen aus Feeds, Werbung und Suchergebnissen: Wer sagt das, worauf basiert es und wem nützt es?

DECISION LAB

Was beeinflusst meine Entscheidung?

Interaktive Alltagsszenarien trainieren Abwägen, Gruppendruck, Selbstwirksamkeit und konkrete Hilfewege.

Jugendliche an einer sicheren interaktiven naturwissenschaftlichen Lernstation im BRÜCKEN LAB
Naturwissenschaftliche Stationen sollen Interesse wecken, ohne reale psychoaktive Substanzen zu verwenden.

Truck A · INSIDE ME

Gehirn und Körper ohne „Dopamin-Mythen“ erklären

Suchtprävention darf komplexe Biologie nicht auf einen einzigen Botenstoff reduzieren. Deshalb sollen Inhalte gemeinsam mit geeigneten Fachpartnern aus Präventionswissenschaft, Psychologie, Medizin, Pharmakologie und Didaktik entwickelt und regelmäßig aktualisiert werden.

  • keine echten Drogen, Cannabisprodukte oder alkoholischen Getränke in Experimenten mit Minderjährigen;
  • keine Darstellung von Herstellungs-, Dosierungs- oder Konsumtechniken;
  • keine vereinfachten Schreckensbotschaften, die wissenschaftlich nicht haltbar sind;
  • jede Analogie wird fachlich geprüft und als Modell erklärt.

Truck B · AROUND ME

Die Umgebung entscheidet mit

Jugendliche treffen Entscheidungen nicht im Vakuum. Freundeskreis, gefühlte Normalität, Werbung, Stress, Zugehörigkeit und digitale Inhalte beeinflussen Wahrnehmung und Verhalten. Genau diese Mechanismen sollen sichtbar und besprechbar werden.

Beispielszenario

Freitagabend. Morgen Prüfung. Jemand bringt etwas mit.

Es gibt nicht nur „richtig“ oder „falsch“ als farbige Knöpfe. Die Gruppe diskutiert, welche Informationen fehlen, welche sozialen Kräfte wirken und welche Handlungsmöglichkeiten realistisch sind.

Interaktive Social- und Decision-Lab-Station mit Jugendlichen, Medienwand und anonymem Voting
Die Szene soll Diskussion und Entscheidung zeigen – keine Konsumsituation und keine sichtbaren Drogen.

Smartphone als Lernwerkzeug

PHONE ON – aber mit klarer Aufgabe

Das Projekt soll nicht gegen die digitale Lebenswelt der Jugendlichen arbeiten. Wo die jeweilige Schule es für Unterrichtszwecke erlaubt, wird das eigene Smartphone bewusst in einzelne Lernstationen eingebunden: QR-Aufgaben, anonyme Abstimmungen, Quellenvergleich und Recherche.

🟢 GREEN ZONE · SHOOT ITObjekte, Truck-Design und freigegebene Experimentstationen dürfen fotografiert werden – ohne fremde Gesichter.
🟡 YELLOW ZONE · ASK FIRSTAufnahmen von Personen nur mit ausdrücklicher Einwilligung und nach Schulregel.
🔴 RED ZONE · NO CAMERAREAL TALK, persönliche Fragen und Hilfewege bleiben kamera- und aufnahmefrei.

Social-Media-Posts sind freiwillig und niemals Voraussetzung der Teilnahme. Datenschutz, Recht am eigenen Bild und schulische Medienregeln werden Teil des Schutzkonzepts.

Jugendliche nutzen Smartphones gezielt zur Quellenprüfung in einer gekennzeichneten Lernstation
Nicht „Handy frei“, sondern didaktisch gesteuerte Nutzung mit klaren On-/Off-Phasen.

Vom Event zum Programm

BEFORE → LAB → AFTER

Ein spektakulärer Truck allein ist noch keine Prävention. Der Besuch soll deshalb in eine kurze schulische Lernsequenz eingebettet werden.

1

BEFORE

Vorbereitung in der Schule: anonyme Ausgangsfragen, Erwartung, erste Mythen, organisatorische und Schutzinformationen.

2

LAB DAY

Experimentieren, recherchieren, diskutieren, Decision Theatre, REAL TALK und konkrete Hilfewege.

3

AFTER

Kurzer Transfer nach einigen Wochen: Was blieb? Was wurde anders bewertet? Wo findet man verlässliche Hilfe und Information?

BRÜCKEN LAB MOBIL als Präventionswoche auf einem Schulhof mit Klassenbesuchen und Abendtermin für Eltern
Ein Transport soll perspektivisch nicht nur einen einzelnen Vortrag ermöglichen, sondern einen ganzen Schulstandort erreichen.

Betriebsmodell

Eine Schulwoche statt einer 45-Minuten-Fahrt

Zwei große mobile Module sind nur dann verantwortbar, wenn ihre Nutzung intensiv geplant wird. Deshalb soll ein Standort mehrere Tage bedient werden: Klassen am Vormittag, Lehrkräfte-Fortbildung, Elterninformation und – soweit sinnvoll – Angebote für Jugendhilfe oder kommunale Partner.

Tag 0

Anfahrt, Aufbau, Sicherheitscheck

Tag 1–4

Klassen- und Lerngruppen

Abend

Eltern / Fachkräfte

Tag 5

Transfer / kommunale Öffnung

Danach

Abbau, Weiterfahrt, Evaluation

Warum überhaupt investieren?

Prävention beginnt, bevor Konsum zur Normalität wird

Die Drogenaffinitätsstudie 2025 des Bundesinstituts für Öffentliche Gesundheit zeigt: Bei 12- bis 17-Jährigen berichteten 7,2 % der Jungen und 4,6 % der Mädchen Cannabiskonsum in den letzten zwölf Monaten. In der Gruppe der 18- bis 25-Jährigen lagen die Werte deutlich höher. Das ist kein Grund für Alarmrhetorik – aber ein starkes Argument, Risiko- und Entscheidungskompetenz früh zu fördern.

7,2 %

12- bis 17-jährige Jungen: Cannabiskonsum in den letzten 12 Monaten, Studie 2025.

BIÖG, Drogenaffinitätsstudie 2025
4,6 %

12- bis 17-jährige Mädchen: Cannabiskonsum in den letzten 12 Monaten, Studie 2025.

BIÖG, Drogenaffinitätsstudie 2025
31,6 %

18- bis 25-jährige Männer: Cannabiskonsum in den letzten 12 Monaten, Studie 2025.

BIÖG, Drogenaffinitätsstudie 2025

Quelle: Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit – Drogenaffinitätsstudie 2025. Zahlen beschreiben Prävalenzen und beweisen keine Wirkung des geplanten BRÜCKEN LAB.

Evidenz statt Showeffekt

Was der wissenschaftliche Kern sein soll

Die Europäische Drogenagentur EUDA bewertet schulische Programme, die soziale Kompetenzen und soziale Einflüsse kombinieren, für bestimmte Präventionsziele als wirksam bzw. günstig. Social-Norms-Ansätze setzen außerdem dort an, wo Jugendliche die Häufigkeit von Konsum im eigenen Umfeld überschätzen. BRÜCKEN LAB MOBIL soll diese Prinzipien nicht behaupten, sondern in ein neues mobiles Lernformat übersetzen und evaluieren.

LIFE SKILLS

Entscheiden statt auswendig lernen

Problemlösen, Selbstwirksamkeit, kommunikative Kompetenzen und realistische Handlungsoptionen.

SOCIAL INFLUENCE

Gruppeneinflüsse erkennen

Peer-Normen, Werbung, Zugehörigkeit und der Unterschied zwischen gefühlter und tatsächlicher Verbreitung.

MEDIA & HEALTH LITERACY

Information prüfen

Quellen bewerten, Interessen erkennen und Gesundheitsinformationen nicht nur konsumieren, sondern einordnen.

Fachliche Referenz: EUDA Best Practice Portal und Schools and drugs: health and social responses. Die konkrete BRÜCKEN-Intervention muss separat entwickelt und wissenschaftlich geprüft werden.

Kein Angriff auf bestehende Prävention

Ergänzen, was bereits funktioniert

Schulen, Beratungsstellen, Krankenkassen, Landesstellen und viele Fachkräfte leisten bereits Präventionsarbeit. BRÜCKEN LAB MOBIL soll diese Angebote nicht abwerten oder ersetzen. Der Innovationsansatz liegt im standardisierten mobilen Erlebnis- und Lernort, der wissenschaftlich fundierte Inhalte direkt an unterschiedliche Schulstandorte bringt.

Auch mobile Science-Trucks sind in Deutschland kein unbekanntes Format. Bestehende Bildungs-Trucks zeigen, dass große mobile Lernräume organisatorisch grundsätzlich an Schulen eingesetzt werden können. Daraus folgt jedoch nicht automatisch, dass unser Zwei-Truck-Konzept technisch oder wirtschaftlich tragfähig ist – genau das muss die Machbarkeitsphase klären.

Praxisreferenz: TouchTomorrow-Truck – Organisation & Technik. Dort werden u. a. Standortprüfung, Stellfläche, Stromversorgung, Gruppengröße und Barrierefreiheit vorab geplant.

REAL TALK

Genesungserfahrung bleibt – aber sie trägt nicht mehr das ganze Programm

Menschen mit eigener Genesungserfahrung können eine wichtige Perspektive beitragen. Im neuen Modell soll diese Erfahrung kurz, moderiert und fachlich vorbereitet eingebunden werden. Keine detaillierten Konsumgeschichten, keine Heroisierung, keine „wer hatte die härteste Vergangenheit?“-Dramaturgie. Der Peer bringt nach dem wissenschaftlichen und sozialen Lernen den Menschen zurück ins Thema.

12–15 MINUTEN · GEPLANT

„Ich dachte damals auch, ich hätte immer die Kontrolle.“

Ein persönlicher Einstieg, wenige ausgewählte Wendepunkte, danach moderierte Fragen. Für Peers gelten Qualifizierung, Schutzregeln, Supervision und klare Grenzen.

Schutz & Qualität

Kinder- und Jugendschutz ist Teil des Designs

Keine Konsumabfrage vor der Klasse

Keine öffentliche Frage „Wer von euch hat schon konsumiert?“. Persönliche Offenbarungen werden nicht provoziert.

Anonyme Lerninteraktion

Abstimmungen und Evaluation werden so datensparsam wie möglich gestaltet. Forschungsdaten benötigen ein eigenes Datenschutz- und Ethikkonzept.

Definierter Hilfeweg

Wenn Jugendliche Belastung oder eine konkrete Gefährdung offenbaren, braucht das Team abgestimmte Übergänge zu Schule, Jugendhilfe, Beratung oder Notfallstrukturen.

Keine realen Substanzen

Experimente nutzen ungefährliche Modelle; reale illegale Drogen, Cannabisprodukte und Alkohol gehören nicht in die Schülerexperimente.

Barrierefreiheit

Mobilität, Hör- und Sehbeeinträchtigung, verständliche Sprache und sensorische Anforderungen müssen bereits in Fahrzeug- und Didaktikplanung berücksichtigt werden.

Keine Pflicht zum Posten

Digitale Beteiligung bedeutet Lernen, nicht Werbung durch Minderjährige. Veröffentlichungen bleiben freiwillig und regelgebunden.

Wirkung messen

Nicht: „Hat es euch gefallen?“

Ein Erlebnis kann beeindruckend sein und trotzdem wenig verändern. Deshalb soll die Evaluation prüfen, was verstanden, erinnert und in Entscheidungen übertragen wird.

Wissen & Risikoverständnis

Welche Fehlannahmen verändern sich? Welche Risiken werden realistischer eingeschätzt?

Soziale Normen

Verändert sich die Einschätzung, wie verbreitet bestimmtes Verhalten unter Gleichaltrigen tatsächlich ist?

Entscheidungskompetenz

Können Jugendliche in Szenarien mehr Handlungsoptionen erkennen und begründen?

Gesundheits- & Medienkompetenz

Werden Quellen, Interessen und Qualität von Gesundheitsinformationen besser unterschieden?

Hilfewege

Wissen Jugendliche nach dem Programm, wo sie für sich oder einen Freund seriöse Hilfe finden?

Follow-up

Was ist nach einigen Wochen oder Monaten noch erinnerbar? Langfristige Konsumoutcomes nur, wenn Studiendesign und Ethik dies sinnvoll erlauben.

Co-Design

Wenn Jugendliche das Konzept langweilig finden, ist es noch nicht fertig

Das Programm soll nicht ausschließlich von Erwachsenen für Jugendliche entworfen werden. Geplant sind Jugendbeirat und Testgruppen, in denen Sprache, Aufgaben, Interfaces, Szenarien und visuelle Gestaltung gemeinsam geprüft werden.

Jugendliche

Co-Design, Sprache, Relevanz, Peinlichkeits- und Langeweile-Test.

Schule & Pädagogik

Curriculare Anschlussfähigkeit, Klassenführung, Inklusion und Transfer in den Unterricht.

Wissenschaft & Prävention

Inhaltliche Evidenz, Evaluationsdesign, aktualisierte Daten und Qualitätskontrolle.

Entwicklung statt vorschneller Einkauf

Fünf Phasen bis zum mobilen Lernlabor

PHASE 0

Machbarkeit · Jugend-Co-Design · Didaktik · Fahrzeug- und Genehmigungskonzept

PHASE 1

Demonstrator · erste Stationen · Tests mit Schulklassen

PHASE 2

Truck A · INSIDE ME · technischer und pädagogischer Pilot

PHASE 3

Truck B + Docking Forum · vollständige Lernarchitektur

PHASE 4

NRW-Tour · Evaluation · Transferentscheidung

Warum modular? Ein Förderpartner muss nicht sofort zwei Spezialfahrzeuge finanzieren. Schon Phase 0 und der Demonstrator erzeugen eigenständigen Erkenntniswert. Nur wenn Didaktik, Nachfrage, Technik und Kosten überzeugen, wird die nächste Stufe ausgelöst.

Für Förderpartner & öffentliche Hand

Was hier eigentlich finanziert wird

Nicht „zwei coole Lkw“. Gefördert werden soll die Entwicklung, Erprobung und Evaluation eines mobilen, standardisierten außerschulischen Lernortes für schulische Suchtprävention.

Versorgungs- und Bildungslogik

Ein qualitätsgesichertes Angebot kommt an unterschiedliche Schulen, unabhängig davon, ob dort eigene Präventionsräume existieren.

Standardisierung

Gleiche Kernintervention, dokumentierte Module, Schulmaterialien und Qualitätsstandards über mehrere Standorte hinweg.

Evaluation

Pre-/Post- und Follow-up-Design, qualitative Rückmeldungen, Nutzungsdaten und transparente Berichterstattung.

Transfer

Erprobtes Curriculum, Bau-/Betriebserfahrungen und LAB2GO-Komponenten können später auf weitere Regionen übertragen werden.

Vorläufige Planungshypothese 2027–2031

Die folgenden Beträge sind bewusst als früher Arbeitsrahmen ausgewiesen. Sie beruhen nicht auf Herstellerangeboten und dürfen vor technischer Machbarkeitsstudie nicht als Beschaffungskosten kommuniziert werden.

Fachkonzept, Co-Design, Machbarkeit & Genehmigungsplanung74.800 €
Zwei mobile Fahrzeug-/Raummodule inkl. Ausbau & Barrierefreiheit268.000 €
Experimentier-, Medien- & AV-Lernstationen96.400 €
Pädagogik, Präventionsfachkräfte & Projektbetrieb158.300 €
Logistik, Energie, Wartung, Versicherung & Tourbetrieb62.700 €
Wissenschaftliche Evaluation & Datenmanagement41.900 €
Schutzkonzept, Recht, Qualität & Barrierearmut24.600 €
Transfer, Kommunikation & Risikopuffer21.900 €

Vorläufiger Gesamtplanungsrahmen: 748.600 €

Kein bewilligtes Budget, kein Angebot, keine Kostenzusage. Die Struktur soll erst nach Marktansprache, Fachplanung und Förderbedingungen belastbar kalkuliert werden.

Gesuchte Partner

  • Schulministerium, Bezirksregierungen, Kommunen und Schulträger
  • Gesundheits- und Jugendverwaltung, Präventionsfachstellen
  • Krankenkassen und Präventionspartner
  • Hochschulen / Institute für Präventions-, Bildungs- und Evaluationsforschung
  • Fahrzeugbau, Messe-/Sonderfahrzeugtechnik, Prüfstellen und Brandschutz
  • Stiftungen, Soziallotterien und Unternehmen mit Bildungs-/Gesundheitsfokus
  • Schulen, Lehrkräfte, Schulsozialarbeit und Jugendvertretungen

Für Bürgerinnen und Bürger

Hilf uns, die ersten 1.000 LAB-Plätze möglich zu machen.

Private Spenderinnen und Spender müssen kein 5-Millionen-Projekt finanzieren. Viele kleine Beiträge können Entwicklungsmaterial, Jugend-Co-Design, sichere Experimentierstationen und später Klassenbesuche mittragen. Konkrete Euro-pro-Lernplatz-Angaben veröffentlichen wir erst, wenn reale Pilotkosten vorliegen.

LAB-Platz mitfinanzieren

Technik & Betrieb

Die Idee muss auf einen realen Schulhof passen

Bestehende Bildungs-Trucks zeigen, dass Schulen mobile Großformate organisatorisch aufnehmen können. Für BRÜCKEN LAB MOBIL wird dennoch ein eigener Standortstandard benötigt, da zwei gekoppelte Module komplexer sind.

Standplatz

Zufahrt, Wendemöglichkeit, tragfähiger Untergrund, Neigung, Abstände, Rettungswege und sichere Schülerwege.

Technik

Strom, Datenverbindung, Klimatisierung, Brandmelde-/Sicherheitskonzept und zuverlässiger Auf-/Abbau.

Barrierefreiheit

Stufenfreie Alternative bzw. Lift, ausreichende Bewegungsflächen, kontrastreiche Medien, Untertitel und verständliche Sprache.

Vergleichbare Praxisanforderungen zeigt z. B. der TouchTomorrow-Truck: Standortprüfung, Strom, definierte Stellfläche und barrierefreier Zugang werden vor dem Einsatz geklärt. Die konkreten BRÜCKEN-Anforderungen können deutlich abweichen.

FAQ

Häufige Fragen

Ist das BRÜCKEN LAB bereits gebaut?

Nein. Das Projekt befindet sich in der Konzept- und Förderphase. Genau deshalb trennen wir auf dieser Seite klar zwischen Vision, Planungsziel und bereits bestehender Leistung.

Warum nicht einfach weiter Vorträge in Schulen anbieten?

Vorträge können Bestandteil von Prävention sein. Unser Modellprojekt untersucht jedoch eine interaktive Lernarchitektur, in der Jugendliche selbst handeln, vergleichen, recherchieren und Entscheidungen reflektieren. Ein kurzer REAL-TALK-Baustein mit Genesungserfahrung bleibt möglich.

Wer entwickelt die Inhalte?

Geplant ist ein multiprofessionelles Modell mit Präventionsfachkräften, Pädagogik/Didaktik, Psychologie bzw. geeigneter Gesundheitswissenschaft, Medienpädagogik, Genesungserfahrung, Schule und Jugend-Co-Design. Konkrete Partner werden erst genannt, wenn Kooperationen vereinbart sind.

Warum dürfen Smartphones mit hinein?

Wenn die Schule die Nutzung zu Lernzwecken erlaubt, können Smartphones gezielt für Quellenprüfung, QR-Aufgaben und anonyme Abstimmungen eingesetzt werden. Es gibt klare Phone-on-/Screen-down-Phasen sowie Aufnahmezonen.

Ist das eine verpflichtende Schulveranstaltung?

Noch nicht. Zunächst ist ein freiwillig kooperierender außerschulischer Lernort im Pilot vorgesehen. Eine spätere curriculare oder regelhafte Verankerung wäre eine politische bzw. schulrechtliche Transferfrage und kein Versprechen von BRÜCKEN.

Der ehrliche Stand: PRÄVENTION 2.0 · BRÜCKEN LAB MOBIL ist derzeit ein Modellkonzept. Es gibt noch keine gebauten BRÜCKEN-Trucks, keine bestätigte Fahrzeugkonstruktion, keinen laufenden LAB-Pilot und kein bewilligtes Gesamtbudget. Die nächsten sinnvollen Schritte sind Jugend-Co-Design, didaktische Entwicklung, wissenschaftliche Partnerschaft, technische Machbarkeitsstudie, Genehmigungsprüfung, Demonstrator und erst danach eine Investitionsentscheidung.

Wir fahren nicht zur Schule, um Jugendlichen zu sagen, was sie nicht tun sollen.
Wir bringen ein Labor mit, in dem sie verstehen, warum ihre Entscheidungen zählen.

Fragen zum Projekt: y.gebel@bruecken-suchthilfe.de

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