Hilden Dienstag · 18:00 Uhr Ohne Moralpredigt

Cannabis & Substanzen

„Ist doch nur Gras.“ Wenn Sie diesen Satz selbst nicht mehr glauben – willkommen.

Anonyme Selbsthilfegruppe für Menschen, die ihren Konsum hinterfragen – jeden Dienstag um 18:00 Uhr in Hilden. Kostenlos. Ohne Zeigefinger.

Diese Gruppe ist für Sie, wenn …

  • … der Joint, die Line oder die Pille längst nicht mehr Party ist, sondern Alltag – der einzige Weg, runterzukommen, einzuschlafen oder irgendetwas zu fühlen.
  • … Ihr Umfeld sagt „Du übertreibst, das ist doch kein richtiges Problem“ – und Sie trotzdem merken: Allein komme ich da nicht mehr raus.
  • … Sie sich schon oft vorgenommen haben zu pausieren – und es Tage, manchmal nur Stunden gehalten hat.
  • … Sie in klassischen Gruppen das Gefühl hatten, nicht ernst genommen zu werden, weil es „nur Gras“ ist.
  • … Sie einfach wissen wollen, wer Sie ohne sind.

Hier muss niemand beweisen, dass sein Problem „schlimm genug“ ist. Abhängigkeit misst sich nicht an der Substanz, sondern daran, was sie mit Ihrem Leben macht.

So läuft ein Treffen ab – Schritt für Schritt

Keine Vorträge über Drogen, keine Gesetzesdebatten, kein erhobener Zeigefinger. Nur Menschen, die dasselbe kennen. So läuft ein Treffen ab:

  1. Ankommen – ab 17:45 Uhr

    Tür auf, Tee holen, hinsetzen. Niemand fragt, was, wie viel oder wie lange Sie konsumieren.

  2. Kurze Begrüßung

    Vorname genügt. Mehr müssen Sie nicht preisgeben – beim ersten Mal und auch später nicht.

  3. Offene Runde – ca. 60 Minuten

    Wir sprechen über das, was dahinter liegt: Schlaf, Angst, Leere, Druck. Und darüber, was funktioniert, wenn man aufhören will – oder es noch nicht sicher weiß.

  4. Ende – gegen 19:30 Uhr

    Sie müssen hier keinen Abschied vom Kiffen schwören. Der einzige Vertrag, den es gibt: ehrlich sein, so weit es geht.

Das Wichtigste auf einen Blick

Wann Jeden Dienstag, 18:00 – ca. 19:30 Uhr
Wo Otto-Hahn-Str. 6, 40721 Hilden
Kosten Kostenlos – keine Krankenkasse nötig
Anmeldung Nicht nötig – einfach kommen oder Platz buchen

Warum eine Gruppe ohne Verbotslogik?

Weil Moral noch nie jemanden clean gemacht hat. Viele kommen zu uns, nachdem sie in offiziellen Stellen das Gefühl hatten, entweder verharmlost („nur Cannabis“) oder kriminalisiert zu werden. Beides hilft nicht. Wir fragen nicht, ob Ihre Substanz illegal ist oder verschrieben wurde. Wir fragen: Was kostet sie Sie?

Hier sitzen Menschen, die mitten im Leben stehen – Ausbildung, Studium, Job – und deren Konsum schleichend mehr Raum einnimmt, als ihnen lieb ist. Keine Klischees, keine Absturzkarrieren. Nur ehrliche Bilanzen und Wege, die im echten Leben funktionieren.

„Zehn Jahre lang habe ich gesagt, ich könnte jederzeit aufhören. Hier habe ich zum ersten Mal zugegeben, dass ich es nie versucht habe – aus Angst, was dann mit mir ist.“

– Teilnehmer der Gruppe, anonym

Fragen, die uns vor dem ersten Besuch erreichen

Muss ich aufhören wollen, um kommen zu dürfen?
Nein. Viele kommen, weil sie unsicher sind: Zu viel? Noch okay? Hier dürfen Sie diese Frage offen stellen, ohne dass Ihnen jemand die Antwort vorschreibt.
Kriegt das jemand mit – Polizei, Arbeitgeber, Krankenkasse?
Nein. Wir sind eine anonyme Selbsthilfegruppe. Keine Meldungen, keine Akten, keine Listen. Sie können einen Spitznamen verwenden. Nichts von dem, was hier gesagt wird, verlässt den Raum.
Ich nehme keine harten Drogen – ist die Gruppe trotzdem für mich?
Ja. Der Name ist Programm: Cannabis und andere Substanzen. Ob Gras, Pillen, Kokain am Wochenende oder Mischkonsum – wenn Ihr Konsum Ihnen Sorgen macht, sind Sie richtig.

Ohne Vortrag, ohne Zeigefinger. Dienstag, 18:00 Uhr.

Kommen Sie einfach vorbei – oder buchen Sie vorab Ihren Platz. Anonym, kostenlos, unverbindlich.

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