Co-Abhängigkeit
Sie retten ihn seit Jahren. Wer rettet eigentlich Sie?
Anonyme Selbsthilfegruppe für Partner, Eltern und Kinder von Suchtkranken – jeden Dienstag um 18:00 Uhr in Düsseldorf. Kostenlos. Ohne Anmeldung.
Diese Gruppe ist für Sie, wenn …
- … Ihre Gedanken rund um die Uhr um einen anderen Menschen kreisen: Trinkt er gerade? Kommt er nach Hause? Ist er in Sicherheit?
- … Sie für ihn lügen – vor der Familie, den Nachbarn, seinem Chef – und sich jedes Mal ein bisschen mehr dafür hassen.
- … Sie kontrollieren: Verstecke suchen, Flaschen zählen, den Atem prüfen, wenn er schläft.
- … Sie für alle funktionieren – und erst nachts merken, dass dabei niemand an Sie denkt. Auch Sie selbst nicht.
- … Sie sich schon so oft geschworen haben „Das war das letzte Mal“ – und es trotzdem wieder tun.
Co-Abhängigkeit ist keine Charakterschwäche. Sie ist das, was passiert, wenn Liebe und Angst über Jahre dasselbe Kostüm tragen. Und sie macht krank – leise, aber sicher.
So läuft ein Treffen ab – Schritt für Schritt
Viele Angehörige haben jahrelang über alles gesprochen – nur nie über sich. Damit Sie wissen, was Sie erwartet, hier der ganze Ablauf:
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Ankommen – ab 17:45 Uhr
Die Tür ist offen, es gibt Tee und Kaffee. Hier müssen Sie niemandem etwas erklären – alle wissen, warum Sie da sind.
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Kurze Begrüßung
Nur Vornamen. „Ich bin die Partnerin / der Sohn / die Mutter von …“ – mehr müssen Sie nicht sagen.
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Offene Runde – ca. 60 Minuten
Wir sprechen über das, was die Sucht mit Ihnen macht. Nicht über ihn. Über Sie. Sie sprechen nur, wenn Sie wollen.
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Ende – und neue Perspektiven
Viele bleiben noch auf ein Gespräch. Hier entstehen oft die ersten ehrlichen Kontakte seit Langem – mit Menschen, die Ihr Leben verstehen.
Das Wichtigste auf einen Blick
Warum es eine Gruppe nur für Angehörige braucht
In gemischten Runden geht es um die Süchtigen. Ihre Wut, Ihre Scham, Ihre Erschöpfung bleiben dabei oft unsichtbar – als wären Sie nur das Anhängsel seiner Krankheit. Dabei ist Co-Abhängigkeit eine eigene Erkrankung: Schlafstörungen, Magendruck, ständige Anspannung, das Gefühl, verrückt zu werden.
Hier lernen Sie etwas, das sich zuerst falsch anfühlt: sich abzugrenzen, ohne ihn aufzugeben. Nein zu sagen, ohne die Welt zusammenbrechen zu sehen. Und zu erleben, dass Sie nicht die Einzige sind, die das durchmacht.
„Ich habe jahrelang versucht, ihn zu retten. Hier habe ich gelernt, mich zu retten.“
– Teilnehmerin der Gruppe, anonymFragen, die uns vor dem ersten Besuch erreichen
Muss der suchtkranke Mensch in meinem Leben selbst in Behandlung sein?
Ich bin nicht sicher, ob ich „co-abhängig“ bin. Kann ich trotzdem kommen?
Wird mir hier geraten, ihn zu verlassen?
Was, wenn er erfährt, dass ich hier bin?
Dienstag, 18:00 Uhr. Diesmal geht es um Sie.
Kommen Sie einfach vorbei – oder buchen Sie vorab Ihren Platz, dann erwarten wir Sie. Anonym, kostenlos, ohne Verpflichtung.