Zum ersten Mal hat die Idee ein reales Haus vor Augen
Wir möchten DE:HOUSE nicht als abstrakte Immobilienvision erzählen. In Wiedersberg, einem Ortsteil von Triebel/Vogtland in Sachsen, wird derzeit ein historisches, denkmalgeschütztes Anwesen angeboten, das in seiner früheren Nutzung erstaunlich gut zur Idee passt: Gastwirtschaft, Pension, Gästezimmer, Festsaal, Pächterwohnung, Nebengebäude und ehemalige Biergartenfläche.
Der bisherige Arbeitstitel „DE:HOUSE THÜRINGEN“ wird deshalb bewusst geöffnet. Der aktuelle Objektkandidat liegt im sächsischen Vogtland. Das Projekt heißt künftig einfach DE:HOUSE; Wiedersberg ist der erste konkret geprüfte Standortkandidat.
Die Lücke, die wir schließen wollen
Nach Entzug, Therapie oder Rehabilitation kann ein Mensch medizinisch stabil sein – und trotzdem noch keinen Alltag haben, der trägt. Alte Kontakte, Einsamkeit, fehlende Struktur, unsicheres Wohnen oder die Frage „Was mache ich jetzt eigentlich mit meinem Leben?“ verschwinden nicht automatisch am Entlassungstag.
Unsere Antwort soll jedoch keine isolierte Wohngemeinschaft ausschließlich für Menschen mit Suchterfahrung sein. Genau diese Parallelwelt wollen wir vermeiden.
DE:HOUSE soll gesellschaftliche Normalität nicht simulieren. Sie soll dort tatsächlich stattfinden.
Kein Reha-Zentrum
DE:HOUSE ersetzt weder Entzug noch medizinische Rehabilitation, Psychotherapie oder psychiatrische Versorgung.
Keine „Sucht-Kommune“
Menschen mit Suchterfahrung bilden bewusst nur einen Teil der sozialen Realität des Hauses.
Keine Arbeit gegen Wohnraum
Niemand muss renovieren, um dort wohnen zu dürfen. Sichere Gemeinschaftsprojekte sind freiwillig; Facharbeiten bleiben Fachbetrieben vorbehalten.
Kein Party-Hostel
Geplant ist ein ruhiges, substanzfreies Haus mit privaten Rückzugsräumen und klaren gemeinsamen Regeln.
Warum diese Idee gerade jetzt realistisch ist
25 % Homeoffice
2025 arbeitete ein Viertel der Erwerbstätigen in Deutschland zumindest gelegentlich im Homeoffice; 2019 waren es 13 %.
74 % in IT & Beratung
In IT-Dienstleistungen sowie Unternehmensführung/-beratung lag der Homeoffice-Anteil 2025 bei rund drei Vierteln.
Internationale Fachkräfte
Eine OECD-Befragung erreichte fast 30.000 internationale Fachkräfte mit Deutschlandinteresse; mehr als die Hälfte hatte feste Umzugspläne. Die Stichprobe war bereits deutschlandinteressiert und ist daher nicht auf „alle Fachkräfte weltweit“ übertragbar.
Homeoffice bedeutet nicht automatisch, dass jemand von jedem Ort oder aus jedem Land arbeiten darf. DE:HOUSE richtet sich an Menschen mit tatsächlich geklärter ortsflexibler Arbeits- und Aufenthaltssituation. Für Drittstaatsangehörige müssen Aufenthalts- und Erwerbsrechte individuell passen.
Ein Haus mit unterschiedlichen Lebenswegen
Für den Pilot planen wir nicht die maximale Bettenzahl, sondern eine tragfähige soziale Mischung. Auf Basis des Objektkandidaten ist ein Planungsziel von ungefähr 8–10 privaten Wohneinheiten plausibel. Die tatsächliche Zahl wird erst durch Architektur, Denkmalschutz, Sanitärplanung und Brandschutz festgelegt.
RECOVERY RESIDENCY
Zeitlich begrenztes Wohnen nach medizinischer Stabilisierung, Behandlung oder Rehabilitation – mit fachlicher Recovery-Begleitung und einem geplanten Weg zurück in den eigenen Sozialraum.
WORK RESIDENCY
Menschen aus Deutschland, der EU oder mit passendem Aufenthaltsstatus, die ein bis sechs Monate ortsflexibel arbeiten und bewusst ländlich leben möchten.
CREATIVE / RESEARCH FELLOWS
Autor:innen, Forschende, Designer:innen, Handwerker:innen oder andere Projektmenschen, die für einige Wochen oder Monate konzentriert arbeiten möchten.
LONG-STAY GUESTS
Eine begrenzte Zahl regulär zahlender Langzeitgäste kann die wirtschaftliche Basis verbreitern, ohne aus dem Haus ein klassisches Hotel zu machen.
Wie ein normaler Tag aussehen kann
DE:HOUSE soll weder institutionellen Gruppenalltag noch anonyme Apartmentvermietung erzeugen. Jede Person braucht Privatsphäre. Gleichzeitig braucht eine Gemeinschaft verlässliche Gelegenheiten, sich tatsächlich zu begegnen.
Ein Work Resident startet einen Video-Call. Eine Recovery-Bewohnerin plant mit ihrer Begleitung die Woche. Jemand fährt zu einem Termin. Ein Fellow schreibt an seinem Buch. Nicht alle haben denselben Tagesplan.
Coworking, eigene Arbeit, Ausbildung, Garten, Hauswerk, lokale Termine, Sport, ZWEITE CHANCE, ART-LABOR oder konzentrierte Zeit für ein persönliches Projekt.
Regelmäßige gemeinsame Essen, offene Werkstatt, kleine Vorträge oder Film- und Gesprächsabende. Kein Pflichtprogramm an jedem Abend.
Ein kurzer HAUSRAT bespricht praktische Fragen: Was funktioniert? Was fehlt? Was wird gemeinsam geplant? Keine Gruppentherapie – normale Verantwortung in einem gemeinsam genutzten Haus.
GIB WEITER, WAS DU KANNST
Menschen, die mehrere Monate an einem Ort leben, bringen Wissen mit. Programmierung. Fotografie. Buchhaltung. Kochen. Holz. Sprachen. Musik. Garten. Design. Reparatur. Schreiben. Berufserfahrung.
Deshalb soll regelmäßig ein kleiner offener Abend stattfinden. Ein Entwickler erklärt eine einfache Webseite. Eine Fotografin zeigt Produktfotografie. Ein lokaler Handwerker spricht über Fachwerkpflege. Ein Recovery Resident kann – wenn er oder sie möchte – später selbst etwas weitergeben.
Bei regulären Miet- und Long-Stay-Plätzen bleibt dieser Beitrag freiwillig. Für speziell geförderte Fellowships kann ein Community-Beitrag transparent Teil des Fellowship-Konzepts sein, sofern Vertrags-, Arbeits- und Steuerrecht sauber geklärt sind. Recovery Residents müssen nichts „zurückzahlen“.
WORK FROM HERE
Für ortsflexible Menschen soll DE:HOUSE eine Alternative zu anonymer Ferienwohnung und teurem City-Coliving sein: ein temporäres Zuhause für ein bis sechs Monate, mit gutem Internet, privatem Rückzugsraum, Coworking, Natur und einer kleinen Gemeinschaft.
Der Preis soll später markt- und long-stay-gerecht kalkuliert werden – weder Luxuspreis noch öffentlich subventioniertes Dumping gegen lokale Pensionen und Vermieter. Marktfinanzierte Bewohner zahlen für eine reale Leistung und tragen damit einen Teil der gemeinsamen Infrastruktur.
Warum gerade ein ehemaliges Gasthaus?
Der Objektkandidat hat früher Menschen empfangen: zum Essen, Feiern und Übernachten. Genau deshalb passt seine Geschichte zur neuen Nutzung. Die vorhandenen Gastbereiche könnten perspektivisch Gemeinschaft und Coworking aufnehmen, der Festsaal Workshops und Veranstaltungen, die Gästezimmer private Residencies. Die Nebengebäude eröffnen Raum für Werkstatt, ART-LABOR oder ZWEITE CHANCE – allerdings erst nach technischer und genehmigungsrechtlicher Prüfung.
HAUSWERK – gemeinsam gestalten, nicht kostenlos arbeiten
Streichen, Möbel aufarbeiten, Garten gestalten, Hochbeete bauen oder sichere kleine Projekte können Gemeinschaft schaffen und sichtbare Ergebnisse ermöglichen. Das ist keine „Arbeitstherapie“ und keine Gegenleistung für ein Zimmer.
Tragwerk, Dach, Elektro, Heizung, Gas, Brandschutz, gefährliche Maschinen und andere fachpflichtige Arbeiten werden ausschließlich professionell geplant und ausgeführt.
Das Dorf ist Mitspieler, nicht Kulisse
Wiedersberg liegt in einer sehr kleinen ländlichen Struktur. Gerade deshalb darf ein Projekt dieser Art nicht über die Köpfe der Nachbarschaft hinweg entstehen. Vor einer Kaufentscheidung soll ein DORFABEND stattfinden: Sorgen offen sammeln, lokale Bedürfnisse verstehen und klären, welchen realen Nutzen ein wiederbelebtes Haus für den Ort haben kann.
Leerstand reduzieren
Ein historisches Gebäude erhält eine neue Nutzung, statt weiter leer zu stehen.
Lokale Aufträge
Planung, Handwerk, Wartung, Einkäufe und Dienstleistungen sollen soweit sinnvoll regional vergeben werden.
Neue Bewohner auf Zeit
Long-Stay Residents kaufen ein, nutzen Angebote und bringen Kontakte, Kompetenzen und Nachfrage in die Region.
Ein jährlicher LOCAL VALUE REPORT soll später nicht behaupten, sondern messen: Aufenthaltsnächte, lokale Aufträge, Kooperationen, öffentliche Formate, Nutzung regionaler Angebote und weitere nachvollziehbare Effekte.
Teil der BRÜCKEN-Ökologie
ART-LABOR
Kreatives Arbeiten ohne Leistungsdruck. Nicht jedes Talent muss zum Produkt oder Beruf werden.
ZWEITE CHANCE · MACH DEIN DING
Wenn aus einem Interesse ein Projekt werden soll, verbindet ZWEITE CHANCE unterschiedliche Fähigkeiten: Handwerk, Foto, Design, Web, Organisation.
NÜCHTERNER KOMPASS
DE:HOUSE ist kein Endpunkt. Der Kompass kann den Übergang zurück in Alltag, Kontakte und den eigenen Sozialraum unterstützen.
Recovery Residency: eine Brücke, kein Dauer-Rückzug
Recovery-Plätze sind für Erwachsene mit Abhängigkeitserfahrung gedacht, die nach medizinischer Stabilisierung, Behandlung, Rehabilitation oder einer bewältigten Rückfallphase vorübergehend einen anderen Wohn- und Sozialraum benötigen. Akute Intoxikation, medizinisch relevanter Entzug und akute psychiatrische Krisen gehören nicht ins DE:HOUSE.
ANKOMMEN
Privater Raum, Schlaf, Essen, Sicherheit und vorhandene medizinische oder psychosoziale Hilfen sichern.
MITLEBEN
Eigener Rhythmus, Gemeinschaft, Natur, Kontakte und freiwillige Haus- oder Kreativprojekte.
AUSPROBIEREN
ART-LABOR, ZWEITE CHANCE, Bildung, Arbeit, Ehrenamt, lokale Aktivitäten oder ein eigenes Projekt.
ZURÜCKGEHEN
Wohnung, Arbeit, Kontakte, Sport, Termine und Wochenenden im künftigen Lebensumfeld werden bewusst vorbereitet. DE:HOUSE darf kein schöner Kokon werden, aus dem man am Ende wieder unvorbereitet herausfällt.
Substanzfrei – für alle
Das geplante Wohn- und Gemeinschaftsumfeld soll substanzfrei sein. Auch Menschen ohne Suchthintergrund entscheiden sich bewusst für diese Regel, ohne dadurch Therapeut:innen oder Aufpasser zu werden.
Ein Rückfall ist kein moralisches Versagen, aber Konsum im Haus ist ein Sicherheitsereignis. Vor dem Start werden verbindliche Abläufe für medizinische Einschätzung, Schutz anderer Bewohner, externe Stabilisierung und mögliche Rückkehr entwickelt.
Ein Projekt. Eine Summe.
Für Öffentlichkeit und Förderpartner wollen wir keine drei wechselnden Projektversionen präsentieren. DE:HOUSE erhält einen gemeinsamen Masterplan. Einzelne Fördergeber können unterschiedliche Bausteine finanzieren – aber sie finanzieren dasselbe Projekt.
Erwerb, technische und rechtliche Prüfung, denkmalgerechte Sanierung des Haupthauses, erste Nutzbarmachung von Nebenflächen, Ausstattung, dreijähriger Pilotbetrieb, wissenschaftliche Evaluation und Transfer.
Die Business- und Trägerlogik
SOCIAL ENGINE
Recovery-Plätze, Fachbegleitung und Evaluation werden über geeignete öffentliche, soziale, wissenschaftliche und private Förderquellen aufgebaut – jeweils nur bei tatsächlicher Förderfähigkeit.
MARKET ENGINE
Long-Stay, Coworking und gegebenenfalls Gästeangebote zahlen regulär für reale Leistungen und können einen Teil der Infrastruktur- und Betriebskosten tragen.
VILLAGE ENGINE
Denkmal, Leerstandsaktivierung, ländliche Entwicklung und gemeinschaftliche Infrastruktur werden mit passenden Regional-, Landes- und EU-Programmen verbunden.
Die gemeinnützige Suchthilfe und marktfinanzierte Beherbergungs-/Long-Stay-Leistungen sollen rechtlich und steuerlich sauber getrennt werden. Denkbar ist eine eigene Betriebsgesellschaft neben Brücken Suchthilfe e.V.; die endgültige Struktur wird erst mit Fachanwalt und Steuerberatung festgelegt.
Förderarchitektur: konkret statt Fördertopf-Bingo
1 · Sachsen: Denkmalförderung
Die sächsische Denkmalförderrichtlinie dient ausdrücklich der Sicherung, Erhaltung, Pflege und Nutzbarmachung von Kulturdenkmalen. Für bestimmte Maßnahmen liegt der Regelfördersatz im Landesprogramm bei 50 % der zuwendungsfähigen Ausgaben. Der Erwerb selbst ist nicht förderfähig; entscheidend sind die denkmalbedingten, anerkannten Aufwendungen und die konkrete Bewilligung.
2 · LEADER Vogtland
Triebel/Vogtland gehört offiziell zur LEADER-Region Vogtland. Damit ist die regionale Entwicklungsstrategie fachlich relevant. Die aktuell laufenden Aufrufe 02-2026 richten sich allerdings nur an öffentliche Antragsteller und passen inhaltlich nicht zum Gesamtprojekt. Wir würden deshalb frühzeitig mit dem Regionalmanagement klären, welche künftigen Aufrufe oder kommunalen Partnerkonstellationen für Leerstand, soziale Infrastruktur, Tourismus, Begegnung oder ländliche Entwicklung tatsächlich passen.
3 · New European Bauhaus / Horizon Europe
Die New European Bauhaus Facility verfügt 2026 über rund 101 Mio. € für Forschung und Innovation. Besonders relevant ist der offene Aufruf HORIZON-NEB-2026-01-BUSINESS-03 zur Wiederverwendung leerstehender, obsoleter oder untergenutzter Räume; Frist: 1. Dezember 2026, 17:00 CET. DE:HOUSE wäre dort nur als belastbares Konsortial- und Demonstratorprojekt sinnvoll – mit Kommune, Forschung, Architektur/Bau, Recovery-Kompetenz und europäischen Partnern.
4 · Recovery, Soziales, Stiftungen und Forschung
Für soziale Pilotkosten kommen je nach endgültiger Leistungsdefinition Sozialleistungsträger, Stiftungen, Soziallotterien, Forschungs- und Modellförderung in Betracht. Wir versprechen auf der Projektseite keine pauschale Finanzierung über SGB IX, SGB XII, DRV oder GKV. Erst Leistung definieren, dann Kostenträger zuordnen.
Was wir wissenschaftlich messen wollen
Ein systematischer Review von 2025 bewertet die Evidenz für Recovery Housing insgesamt als moderat und berichtet im Vergleich zu üblichen Formen der Nachsorge Vorteile bei mehreren Ergebnissen – bei zugleich begrenzter Zahl hochwertiger Studien. DE:HOUSE behauptet daher nicht, dass unser sozial gemischtes Modell bereits nachweislich Rückfälle verhindert. Genau diese erweiterte Form soll untersucht werden.
Recovery Capital
Soziale Beziehungen, Selbstwirksamkeit, Tagesstruktur und Teilhabe.
Sozialer Mix
Wo hilft die Mischung verschiedener Lebenswege – und wo braucht sie Grenzen?
Rückkehrfähigkeit
Gelingt der Übergang zurück in Wohnung, Arbeit, Beziehungen und Hilfenetz?
Lokaler Wert
Welche Aufträge, Ausgaben, Kontakte und Nutzungen entstehen wirklich in der Region?
Wirtschaftlichkeit
Welchen Teil gemeinsamer Infrastruktur kann Long-Stay-Nachfrage tragen?
Akzeptanz
Wie verändert sich die Wahrnehmung bei Nachbarschaft, Kommune und Partnern?
Pilotfahrplan
Prüfen, bevor wir kaufen
Technische Due Diligence, Denkmal, Brandschutz, Nutzungsrecht, Internet, Betrieb, Finanzierung und Dorfdialog.
HAUS 01 sichern
Nur wenn Gebäude, Gemeinde, Förderarchitektur und Kosten zusammenpassen.
Behutsam sanieren
Haupthaus zuerst; Nebenflächen nur soweit sie für den Pilot wirklich gebraucht und sicher nutzbar gemacht werden.
Gemischten Betrieb erproben
Recovery-, Work- und Fellowship-Plätze schrittweise belegen, Community-Regeln testen und wissenschaftlich begleiten.
Offen auswerten
Recovery-Ergebnisse, Local Value, Akzeptanz, Betriebskosten und Risiken veröffentlichen. Erst danach über ein zweites Haus sprechen.
Für Bürgerinnen und Bürger: HAUS 01 · LICHT AN
Private Spenderinnen und Spender müssen kein EU-Programm verstehen und keine 946.400 Euro allein finanzieren. Sie tragen ein reales gemeinsames Projekt mit: aus einem leerstehenden Haus wieder einen Ort machen, an dem Menschen wohnen, arbeiten, Wissen teilen und nach einer Suchterkrankung nicht außerhalb der Gesellschaft neu anfangen müssen.
Wir erfinden keine künstlichen Versprechen wie „50 € kaufen einen Quadratmeter“. Spenden fließen projektbezogen in den Gesamtaufbau und werden transparent dokumentiert. Konkrete Zweckbindungen veröffentlichen wir erst dann, wenn Gutachten, Angebote und Förderbescheide reale Zahlen liefern.
Quellen & fachliche Ausgangspunkte
Destatis · Homeoffice 2025
OECD · internationale Fachkräfte mit Deutschlandinteresse
LEADER Region Vogtland · Gebietskulisse
LEADER Vogtland · aktuelle Aufrufe
Freistaat Sachsen · RL Denkmalförderung
Freistaat Sachsen · Grunderwerbsteuersatz
New European Bauhaus · HORIZON-NEB-2026-01-BUSINESS-03
Systematic Review 2025 · Recovery Housing
Der ehrliche Stand: DE:HOUSE ist ein Modellprojekt in Konzept-, Objektprüfungs- und Förderphase. HAUS 01 in Wiedersberg ist ein realer, derzeit angebotener Objektkandidat – nicht Eigentum von Brücken Suchthilfe e.V. Die sechs weiteren Bilder auf dieser Seite sind Konzeptvisualisierungen. Erst nach technischer, rechtlicher und wirtschaftlicher Prüfung wird über einen Erwerb entschieden.
Häufige Fragen
Warum nicht einfach ein klassisches Übergangswohnheim?
Weil DE:HOUSE gerade keine neue institutionelle Parallelwelt schaffen soll. Menschen mit und ohne Suchthilfe-Hintergrund leben im selben substanzfreien Haus, aber mit klar getrennten Rollen und geschützten privaten Bereichen.
Ist der Hauskauf für 49.900 € schon finanziert?
Nein. Der Betrag ist der aktuelle Angebotspreis des Objektkandidaten. Kauf, Nebenkosten und sämtliche Folgeinvestitionen sind Teil des vorläufigen Gesamtplanungsrahmens von 946.400 €.
Müssen Remote Worker Menschen in Recovery betreuen?
Nein. Sie sind Mitbewohner, keine Therapeut:innen, Mentor:innen oder Aufpasser. Begegnung soll normal entstehen, nicht als inszeniertes Hilfsverhältnis.
Warum ein denkmalgeschütztes Objekt?
Weil die Wiederverwendung historischer Bausubstanz selbst Teil der Idee ist. Denkmalschutz erhöht allerdings auch Planungs- und Kostenrisiken. Deshalb wird der Objektkandidat nur nach professioneller Prüfung erworben.
Warum Vogtland statt Thüringen?
Weil wir nicht an einer Landesgrenze festhalten wollen, wenn ein geeigneter realer Standort in einer passenden ländlichen Region gefunden wird. Entscheidend sind Gebäude, Gemeinde, Erreichbarkeit, Förderumfeld und soziale Machbarkeit.
Ein altes Haus. Viele neue Wege.
Wir wollen keinen Ort schaffen, an den Menschen mit Suchterfahrung verschwinden. Wir wollen einen alten Ort wieder öffnen – für Arbeit, Begegnung, Recovery, Wissen und ein Stück neues Dorfleben.