Männerraum
Ein Mann spricht nicht darüber. Genau deshalb trinkt er weiter.
Anonyme Selbsthilfegruppe für Männer – jeden Donnerstag um 20:00 Uhr in Hilden. Kostenlos. Ohne Anmeldung. Ohne Maske.
Diese Gruppe ist für Sie, wenn …
- … Sie alles im Griff haben müssen – Job, Familie, Fassade – und der einzige Ort, an dem der Druck raus darf, eine Flasche, eine Tüte oder eine Tablette ist.
- … Sätze wie „Stell dich nicht so an“ oder „Ein Mann muss das aushalten“ Sie seit der Kindheit begleiten.
- … Sie niemanden haben, mit dem Sie wirklich sprechen. Nicht über Fußball. Über das, was nachts wach hält.
- … Wut der einzige Ausdruck ist, der Ihnen erlaubt scheint – und danach die Leere kommt.
- … Sie schon lange merken, dass „ein Feierabendbier“ längst keins mehr ist.
Schwäche zeigen ist hier keine. In diesem Raum sitzen Männer, die genau so groß geworden sind wie Sie – und die gelernt haben, dass Reden zwar mehr Kraft kostet als Schweigen, aber weniger kaputt macht.
So läuft ein Abend ab – Schritt für Schritt
Kein Stuhlkreis-Kitsch, kein „Und wie fühlst du dich dabei?“-Terror. Ein normaler Raum, normale Männer, ehrliche Gespräche. So läuft es:
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Ankommen – ab 19:45 Uhr
Kaffee, kurzes Nicken, hinsetzen. Niemand mustert Sie, niemand erwartet eine Vorstellungsrede.
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Kurze Begrüßung
Vorname reicht. „Ich höre erst mal nur zu“ sagt hier fast jeder beim ersten Mal.
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Offene Runde – ca. 60 Minuten
Worüber gesprochen wird, bestimmt die Runde: Druck, Wut, Einsamkeit, die Sucht selbst. Ohne Zeigefinger, ohne Floskeln.
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Ende – gegen 21:30 Uhr
Manche tauschen Nummern, manche nicht. Beides ist okay. Die meisten kommen wieder – weil es guttut, die Maske mal zwei Stunden abzulegen.
Das Wichtigste auf einen Blick
Warum eine Gruppe nur für Männer?
Weil Männer anders süchtig werden – und anders schweigen. In gemischten Runden übernehmen viele Männer automatisch die Rolle des Starken, des Problemlösers, des Witzmachers. Alles, nur nicht ehrlich. Unter Männern fällt diese Rolle schneller, als Sie denken.
Hier wird nicht analysiert, was an Ihnen falsch ist. Hier sprechen Männer darüber, was auf ihnen lastet – und was passiert, wenn man es endlich ausspricht. Das ist keine Therapie. Es ist etwas, das viele von uns seit Jahrzehnten nicht mehr hatten: ein ehrliches Gespräch.
„Ich bin hin, weil meine Frau gesagt hat: Geh, oder ich geh. Geblieben bin ich, weil da Männer saßen, die genauso kaputt waren wie ich – und trotzdem lachten.“
– Teilnehmer der Gruppe, anonymFragen, die uns vor dem ersten Besuch erreichen
Ich bin kein Typ fürs Reden. Muss ich was sagen?
Ist das so eine Therapie-Sache mit Gefühlen?
Was, wenn jemand merkt, dass ich dahin gehe?
Ohne Maske. Jeden Donnerstag, 20:00 Uhr.
Kommen Sie einfach vorbei – oder buchen Sie vorab Ihren Platz. Ein Vorname genügt.