Frauenraum
Sie funktionieren für alle. Hier dürfen Sie einmal nicht funktionieren.
Anonyme Selbsthilfegruppe für alleinerziehende Mütter mit Alkohol- oder Drogenabhängigkeit — jeden Dienstag um 20:00 Uhr in Düsseldorf. Kostenlos. Absolut vertraulich.
Diese Gruppe ist für Sie, wenn …
- … Sie den ganzen Tag Mutter, Versorgerin, Haushalt und Lächeln sind — und abends, wenn die Kinder schlafen, das Glas oder der Joint das Einzige ist, womit Sie das aushalten.
- … Sie panische Angst haben, dass jemand es merkt: Kindergarten, Jugendamt, die eigene Familie.
- … Sie sich morgens schwören „nie wieder“ — und abends wieder mit demselben dastehen.
- … Sie sich als schlechte Mutter fühlen und gleichzeitig wissen, dass Sie alles geben.
- … Sie nirgends ehrlich sein können, weil für Mütter andere Regeln gelten: Mütter dürfen nicht abhängig sein.
Doch. Mütter dürfen abhängig sein — wie alle anderen Menschen auch. Die Abhängigkeit macht Sie nicht zur schlechten Mutter. Sie macht Sie zu einer Mutter, die Hilfe verdient.
So läuft der Abend — Schritt für Schritt
Viele kommen beim ersten Mal mit zitternden Händen und dem Satz „Eigentlich darf ich hier gar nicht sein“. Doch. Genau hier ist Ihr Platz. So läuft der Abend:
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Ankommen — ab 19:45
Die Kinder schlafen oder sind versorgt, der Tag ist geschafft. Hier wartet Tee — und niemand will etwas von Ihnen.
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Kurze Begrüßungsrunde
Nur Vornamen — wenn überhaupt. „Ich höre heute einfach nur zu“ ist bei uns ein ganz normaler Satz.
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Offene Runde — ca. 60 Minuten
Nur Frauen, die dasselbe Leben leben wie Sie. Über Mutterschaft, Scham, Abhängigkeit, Ohnmacht — und darüber, was hilft.
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Abschluss — ca. 21:30
Viele gehen nach Hause mit dem Gefühl, zum ersten Mal seit Jahren ausgesprochen zu haben, was wirklich ist.
Das Wichtigste im Überblick
Warum ein Raum nur für Frauen?
Weil Mütter unter einem Druck leben, den Väter nicht kennen: Für die abhängige Mutter gibt es kein Verständnis — nur Verurteilung. Deshalb verstecken sich so viele, bis es fast zu spät ist. Unter Frauen, die genau dieses Leben kennen, fällt die Maske in Minuten.
Und weil Sie hier niemand fragen wird, „wie Sie das Ihren Kindern antun können“. Wir wissen: Sie lieben Ihre Kinder. Genau deshalb sind Sie hier. Diese Gruppe ist keine Anklage, sondern Luft zum Atmen.
„Zum ersten Mal musste ich nicht zwischen ‚Mutter‘ und ‚Abhängige‘ wählen. Ich durfte einfach ich selbst sein“.
— Teilnehmerin der Gruppe, anonymFragen, die uns vor dem ersten Besuch erreichen
Erfährt das Jugendamt, dass ich hier bin?
Ich habe niemanden für mein Kind. Was tun?
Ich bin keine „richtige“ Abhängige — nur zwei Gläser jeden Abend. Bin ich hier richtig?
Muss ich über meine Vergangenheit sprechen?
Eine Stunde nur für Sie. Jeden Dienstag.
Kommen Sie einfach vorbei — wir sind für Sie da. Anonym, kostenlos — und niemand außer uns erfährt davon.