Das Problem: Familie lebt heute überall
Die Eltern in Deutschland, die Tochter in Spanien, der Partner im Auslandseinsatz: Familien sind heute über Länder und Zeitzonen verstreut. Gleichzeitig gibt es vielerorts kein deutschsprachiges Suchthilfe-Angebot – und Scham tut ihr Übriges.
Dabei betrifft Sucht nie nur eine Person: Partner, Eltern und Kinder leiden mit – und bekommen doch am seltensten Hilfe. Genau hier setzt das Online-Zentrum an.
Was das Online-Zentrum bieten soll
Video-Beratung für Familien
Geplant: geschützte Beratungstermine per Video – auf Deutsch und Russisch, egal wo Sie gerade leben.
Online-Gruppen für Co-Abhängige
Geplant: moderierte Gruppen für Partner, Eltern und erwachsene Kinder – anonym, regelmäßig, verbindlich.
Familiengespräche über Grenzen
Geplant: mehrere Familienmitglieder aus verschiedenen Ländern in einem geschützten Raum – die ganze Familie heilt zusammen.
Brücke zur Hilfe vor Ort
Geplant: Vermittlung an Beratungsstellen und Gruppen in Ihrer Nähe. Heute schon da: unser anonymer Chat.
Warum die Familie mitheilen muss
Wer mit einem suchtkranken Menschen lebt, entwickelt oft eigene Muster: Kontrolle, Schuldgefühle, Rückzug, ständige Anspannung. Fachleute nennen das Co-Abhängigkeit – und sie verschwindet nicht von allein, wenn der andere abstinent wird.
Umgekehrt gilt: Genesung wird stabiler, wenn das Umfeld stabil wird. Eine Familie, die versteht, was Sucht ist, muss nicht mehr raten, schweigen oder kämpfen – sie kann begleiten.
Für wen ist das Angebot gedacht?
- Familien, die über Ländergrenzen verteilt leben – und gemeinsam sprechen wollen
- Partnerinnen und Partner, die zwischen Liebe und Erschöpfung stehen
- Eltern und erwachsene Kinder Suchtkranker – egal wie alt das „Kind“ ist
- Menschen im Ausland ohne deutschsprachiges Hilfsangebot
- Alle, die nicht vor Ort kommen können – wegen Arbeit, Mobilität oder Entfernung
Wofür Ihre Spende verwendet wird
Vier Bausteine – der konkrete Kostenrahmen steht in unserem Förderkonzept 2026–2030:
Videoplattform & Server
Geschützte Verbindungen auf eigener Infrastruktur – DSGVO-konform, ohne Datenhandel.
Moderation & Ausbildung
Schulung der Gruppenleiter für die Arbeit mit Co-Abhängigen – damit aus gutem Willen gute Hilfe wird.
Erreichbarkeit
Termine über Zeitzonen hinweg und Technikhilfe für den Einstieg – niemand scheitert am Browser.
Materialien in zwei Sprachen
Deutsch und Russisch von Beginn an – Sucht macht an keiner Sprache halt.
Nachhaltigkeit & Ausblick
Das Angebot soll dauerhaft kostenlos bleiben – getragen von Spenden, Ehrenamt und Kooperationen mit Beratungsstellen.
Die Vision: Online-Hilfe als Brücke, nie als Ersatz – sie soll Menschen dorthin bringen, wo Heilung am besten gelingt: in echte Beziehungen und echte Gruppen.
Der ehrliche Stand: Das Online-Zentrum ist ein Konzept im Aufbau, noch kein laufendes Angebot. Was heute schon funktioniert: unser anonymer Chat über WhatsApp und Telegram und die Selbsthilfegruppen in Düsseldorf und Hilden. Geprüft berichten wir ab März 2027.
Häufige Fragen
Brauche ich besondere Technik?
Nein. Ein Smartphone, Tablet oder Laptop genügt. Und wir helfen beim Einstieg – auch Menschen, die mit Technik wenig am Hut haben, sollen teilnehmen können.
Ist Online-Beratung nicht unpersönlich?
Ehrlich: Sie ersetzt nicht alles. Aber sie ist besser als keine Hilfe – und für viele der einzige Zugang. Wo immer möglich, verbinden wir das Online-Angebot mit Gruppen vor Ort.
Wie sicher sind meine Daten?
Verschlüsselte Verbindungen, Server unter eigener Kontrolle, keine Weitergabe an Dritte. Gespräche werden nicht aufgezeichnet.
Was kostet die Teilnahme?
Nichts. Das Angebot soll dauerhaft kostenlos bleiben – getragen von Spenden und Ehrenamt.
Ist meine Spende steuerlich absetzbar?
Ja. Wir sind als gemeinnützig anerkannt. Bis 300 Euro genügt dem Finanzamt in der Regel Ihr Kontoauszug; für höhere Beträge erhalten Sie nach Geldeingang eine Zuwendungsbestätigung nach amtlichem Muster.